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Update 2023: Der Bericht wurde aus der Sicht des Jahres 2008 geschrieben, wo schon darauf hingewiesen wird, dass in der Stadt, bei allen wirtschaftlichen Möglichkeiten, die man hat, vieles von oben verordnet wir. Die überbordenden Maßnahmen der letzten 3 Jahre, in denen Singapur übereifrig eine Vorreiterolle eingenommen und sich bei den Maßnahmen selbst kaum noch eingekriegt hat, einschließlich des absolut fragwürdigen Einsatzes von "elektronischen Hunden" in der Öffentlichkeiten, geeignet zur totalen Überwachung der Menschen, relativieren das Geschriebene. Was kommt als Nächstes ? Die Fine-City wird immer grusliger ! |
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Update 2016: Der unten beschriebene Bahnhof Keppel Road ist seit 30.06.2011 außer Betrieb. Bei einem Besuch im Jahre 2016 waren alle Gleise, Bahnsteige, Stellwerke und der alte Lokschuppen verschwunden. Das gesamte Gelände wurde an die Stadt Singapur zurückgegeben. Die Züge fahren jetzt vom Bahnhof Woodlands im Norden ab. |
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Die Zeit der Dampfeisenbahn in Asien ist längst vorbei. Die letzten Reviere Chinas werden vom Massentourismus heimgesucht. Doch die Tourismusbranche vermarktet seit Jahren Luxuszüge in allen Ecken der Welt. So auch in Asien. Jahrelang waren mir in Singapur oder Bangkok aber Sataysticks wichtiger, als diesen Zug mal abzulichten. Der üblicherweise aus 22 Wagen bestehende Zug fährt auf 2030 km Meterspurstrecke seit 1993 zwischen Singapur und Bangkok. Er war damit der erste durchgehende Zug auf dieser Relation. Freilich nützt er der lokalen Bevölkerung nichts. Die Preise sind für den Durchschnittsmalaien und den Durchschnittsthailänder astronomisch hoch. Und auch nicht jeder Durchschnittseuropäer ist gewillt, wenigstens 1700 Euro für die Gesamtstrecke zu berappen, auf der man 3 Tage/2 Nächte unterwegs ist. 2004 fiel bei mir der Groschen, aber erst 2008 hielt der Zug praktisch "nur für mich" und es entstand unten stehendes Bild.
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24 104 mit E&O-Express im Bahnhof Singapur Bukit Timah am 27.12.08 |
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Hier war bisher der Fahrplan verlinkt. Die jetzige Seite des neuen
Betreibers soll wohl luxuriös daherkommen, ist aber nichts weiter als
total unpraktisch. Versuchen Sie selbst, den Fahrplan
herauszubekommen... |
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Singapur stellt mindestens ein Modell dar, wie sich eine Stadt entwickeln kann. Dass vieles von oben angeordnet wird und scheinbar manches nicht den hierzulande vorgegauckelten "demokratischen" Weg in die Sackgasse geht, muss man wohl akzeptieren. Als Urlauber kann man darüber ohnehin kaum befinden und ich fühle mich nicht in meinen demokratischen Grundrechten eingeschränkt, wenn ich nicht im Fahrstuhl pullern oder eine Gasflasche nicht in der U - Bahn transportieren darf. |
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Eine Stinkfrucht Durian ( die heißt nicht nur so) muss ich auch nicht mit ins Hotel nehmen. Darum geht es in erster Linie. Über No eating and drinking könnte man streiten. Das ist ja auch ein Grund, warum viele Besucher hier her kommen. Es geht aber darum, das nicht in der U - Bahn zu tun. Bei der schnellen U - Bahn MRT (Mass Rapid Transit) ist das auszuhalten. |
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Die Stadt, oder wer immer darauf gekommen ist, vermarktet sich
da selbst durchaus originell. Überall wird man den Slogan "Singapore is a fine
city" finden. Diese
Schilder stören nicht wirklich. Jeder halbwegs normale Mitbürger hält
sich ohnehin daran. Ich habe noch nie erlebt, dass irgendjemand für
irgendwas, das auf den niedlichen Schildchen steht, bestraft wurde.
Anders bei harten Drogen: Keine Schildchen - trotzdem Kopf ab. Konsequent. |
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ungewöhnlichen Stadtstaat an der Südspitze der malaysischen Halbinsel kommt, sieht beim Landeanflug Wasser mit jeder Menge Frachter, eine große Anzahl |
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Singapur Changi-Airport 12.01.09 | ||
Wenn man den klimatisierten Bereich des Flughafens verlässt, wird es gleich feucht und heiß. Singapur liegt ca. 100 km nördlich des Äquators. Über 90% Luftfeuchte und ständig um die 30-32 Grad Celsius zeigen Wirkung und haben Auswirkung auf Fototouren, wie man sie hier nicht kennt. In der Regenzeit von Dezember bis März ist es kaum angenehmer. Leider hat die Regenzeit aus fotografischer Sicht auch Nachteile, denn ein richtiger Tropenregen verhindert nicht nur weitgehend das Fotografieren sondern sorgt auch für eher schlechte Lichtverhältnisse. Man kann nun mit einem der ca. 20 000 (!) Taxis in die Stadt fahren und bezahlt beispielsweise während der Hauptverkehrszeiten bis zum Singapur River oder Boat Quay um die 15 bis 20 S$ also etwa 7-10 Euro zur Innenstadt. Wer ein Hotel im Zentrum hat, zahlt dabei für die Einfahrt in die "Restricted Zone", ein nur für bestimmte Fahrzeuge genehmigter Innenstadtbereich, einen Betrag extra. Das sind so etwa 2-4 S$. Für das Taxi muss man am "alten" Terminal 1 bis ganz zum Ausgang gehen, wo man vielleicht von dem freundlichen Einweiser mit den weißen Handschuhen und den chinesischen Wurzeln in ein Taxi eingewiesen wird. Wenn man sich auf dem Weg dorthin rechts von den "Edeltaxis" einfangen lässt, ist man auch nicht schneller aber es kostet ziemlich das Doppelte. Die Fahrer sprechen in den meisten Fällen Englisch und fragen grundsätzlich, wie oft man schon in Singapur war. Davon hängen schon mal Route und Verdienst ab, aber ein kleines Bisschen Stadtrundfahrt ist irgendwie immer dabei. |
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Man braucht 20-25 min bis zum Zentrum. Seit etwa 2-3 Jahren kann man auch die MRT ( U/S-Bahn ) nehmen. Es gibt eine Station im Flughafen-Terminal 1. Man fährt von dort 2 Stationen bis Tanah Merah und steigt da am gleichen Bahnsteig in die East - West - Line um. So ist man gleich im singapurianischen Leben drin. |
Die Bahn empfiehlt sich ohnehin für Ausflüge, da sie preiswert ist und entsprechend angenommen wird. Ein Ticket vom Flughafen zu einem Bahnhof der Innenstadt, z.B. Clarke Quay, kostet 1,20 S$, ungefähr 60 Eurocent. Man muss sich nicht wundern, dass der Automat 2,20 haben will, 1 S$ ist Pfand für das Plastikticket. Preiswerter geht es nicht, allerdings sind die Wege beim ein- oder zweimaligen Umsteigen mit Gepäck zuweilen etwas lang. |
Singapur MRT-Station Tanah Merah 21.12.07 | |||
Man zieht das Schlafdefizit 1-2 Tage mit sich und dann ist man im neuen Rhytmus drin. Die nebenstehende Skyline des Bankenviertels sieht man auf dem Weg, wenn der Fahrer einen kleinen Umweg über die Brücke des East - Coast - Parkway macht. Das Foto aus dem Jahre 2006 ist schon lange nicht mehr aktuell und wird sich in den nächsten Jahren weiter drastisch ändern. Man baut hier zur Zeit (Januar 2009) auch wie wild die gesamte Flussmündung auf beiden Seiten zu. |
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Singapur Bankenviertel Nordseite 07.12.06 |
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2016 sah das so aus. Hinter dem neuen Hotel Marina Bay Sands kann man die futuristischen Gardens by the Bay besuchen. Das Einkaufszentrum unter dem Hotel ist langweilig aber gut gekühlt. Chinatown hat mehr Erlebniswert. |
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Singapur Marina Bay Sands 19.11.2016 | Singapur Bankenviertel Nordseite 19.11.2016 |
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Ich hab ja, was den Erlebniswert angeht, noch andere Ideen und schaue seit 2004 erst mal zum Bahnhof Singapur, um paar Leute zu besuchen und wieder mal ein Foto vom Eastern & Oriental Express zu versuchen. Das hat anfangs nicht so ganz wunschgemäß geklappt. Die zur Singapore Railway Station nächstgelegene MRT-Station ist Tanjong Pagar, die aber zum Hauptbahnhof nicht wirklich günstig liegt. Also fährt man am besten mit dem Taxi für ungefähr 5 S$. In Singapur gibt es genau eine Strecke für den Personenverkehr von der malaysischen Grenze bei Johor Bahru bis in den Hauptbahnhof mit einem Unterwegshaltepunkt in Bukit Timah. Die Eisenbahn mit 1000 mm Spurweite gehört auch im Stadtgebiet von Singapur der Staatsbahn von Malaysia KTM, was ausgesprochen Keretapi Tanah Melayu (Berhad) heisst und mit Malaysische Staatsbahn Gesellschaft übersetzt werden kann. Es zweigen Industrieanschlüsse im südlichen Teil der Strecke, im Stadtteil Jurong ab. |
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Singapore railway station 23.10.05 | |||
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Singapore railway station 23.10.05 | |||
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Singapore railway station 23.10.05 |
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Die nächste Reise 2006 wurde auf einen Fahrttermin des Zuges abgestimmt. Aber da gab es eine völlig unvorhergesehene Überraschung. Und bis zum nebenstehenden Frühstück mit ganz hervorragenden Eisenbahnerkartoffelpuffern in der Werkstatt des Bw Singapur mit meinem Freund C. Wasoo vergingen gar noch zwei Jahre. Wie es dann weiter ging, steht hier. |
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Singapore railway station 04.12.07 |
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text und fotos, falls nicht anders erwähnt © hans-peter waack seegebiet mansfelder land letzte bearbeitung 02 2023 | home | |||