Seite 1 Vorwort  
  Seite 2 Halle/S. Hbf - Teutschenthal  
  Seite 3 Bahnhof Teutschenthal - Röblingen a See Stw Ar  
  Seite 4 Röblingen a See Stw Ar - Röblingen a See Posten 17b  
  Seite 5 Im Bahnhof Röblingen a See  
  Seite 6 Im Güterbahnhof Röblingen a See  
  Seite 7 Röblingen a See - Eisleben  
Seite 7.1 Anschlussbahn Braunkohlenwerk Halde Helfta
  Seite 8 Eisleben - Blankenheim
  Seite 9 Blankenheim - Sangerhausen
Seite 10 Sangerhausen - Kassel
  Seite 11 Kassel - Sangerhausen  
Seite 12 Sangerhausen - Blankenheim
  Seite 13 Blankenheim - Eisleben  
Seite 14 Eisleben - Röblingen a See Westseite
Seite 15 Im Güterbahnhof Röblingen a See
Seite 16 Im Bahnhof Röblingen a See
Seite 17 Röblingen a See  Posten 17b bis Amsdorf
  Seite 18 Amsdorf - Halle/Saale  
     
   
     
  Röblingen a See - Eisleben    
       
 

44 0858 strebt am 09.08.80 in Höhe Sportplatz der BSG Lokomotive Röblingen dem Berg in Richtung Sangerhausen zu. Auf diesem Sportplatz war Schulsport, Fußball und Großfeldhandball kenn ich dort auch noch. Und immer donnerten dort die Dampfzüge aus dem Bahnhof. Wieviele 44er, 58er und 94er mit röblinger Beschilderung mögen dort vorbeigekommen sein in den 60ern und 70ern ? Gesehen hat man die alle, aber kaum registriert und Fotos gibt es auch keine. Darf man gar nicht dran denken ..

 
 
 
       
 

Anlässlich des Sachsen-Anhalt-Tages am 10.09.16 pendelt 01 509 zwischen Eisleben und Sangerhausen. Den ersten Zug brachte sie aus Halle. Volles Gegenlicht in Röblingen machte die Sache nicht so einfach.

 
       
 

Stuttgart 21 füllt dort die Kassen und hier den Tagebau, denn die Stuttgarter Aushubmassen werden u.a. im Tagebau Amsdorf verkippt. Da können noch so viele Züge fahren, man sieht die Erdmassen im Tagebau kaum. Am 07.04.16 befördert XAE-867 ( 193 867-9 ) den Containerzug leer zurück nach Stuttgart. Voll wiegt der 1000 t. Was für ein Aufwand ! Und aus Stuttgart 21 ist längst Stuttgart 24 geworden, das füllt die Kassen noch mehr ... der Bauunternehmer.

 
       
     
 

Auch an diesem Tage im Juli 1978 hatte ich keine Fahrzeiten, wie ich immer keine hatte. Vom Bahnhof konnte man aber die Schiebelok sehen und so fuhr ich zur Westseite um zu sehen, was da so los ist. 131 041 blubberte vor sich hin. Es wurde immer dunkler und als fast gar kein Fotolicht mehr war, hoben sich die Signalflügel und ich wurde nun zum ersten Mal im Leben einigermaßen bewusst Zeuge einer Anfahrt, wie ich sie bis dahin nicht erlebt hatte. Den Sangerhäusern wurde ja manchmal in der Kantine nicht der volle Einsatz beim Schieben unterstellt, aber an diesem Abend hatte ich einen anderen Eindruck.


 
     
       
 

Am 13.06.81 stand Patrick Wiktor am alten Überweg an der Westseite in Röblingen, als 44 0056 diese stimmungsvolle Ausfahrt hinlegte. Im Sommer ist es ja bei Ölloks ziemlich schwierig, bei abgestelltem Ölbrenner Stimmung in das Bild zu bekommen. Auch die Dampfkondensation fehlt bei der Wärme. Wenn aber der Ölbrenner in Betrieb ist und eine Menge Öl gerade nicht vollständig verbrannt wird, klappt es auch im Sommer.

 
Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Patrick Wiktor
     
 

Die einzige planmäßige Hauptstreckenleistung einer röblinger Dampflok in den 70er und 80er Jahren vor einem Personenzug war der P16550 werktags nach Eisleben. Kaum 15 Minuten Fahrt. In dem Plan wurde mir der weitere Dienst regelrecht langweilig. In Eisleben drumherum fahren, dann mindestens E 851 und P 9577 vorbei lassen und mit leerem Zug nach Röblingen zurück. Zug wegstellen und restaurieren, hier zu sehen. So wurde es ca. 11 Uhr. Die nächste Leistung war P 16553 nach Vitzenburg um 15:19 Uhr. Also 4 Stunden dazwischen kein Fahrdienst.

 
       
 

 

Zeit zum Putzen und bisschen Fotografieren. An einem Wochentag im August 1980 kommt 52 8033 mit diesem Zug aus Gleis 4 und schwenkt auf der Westseite in das Richtungsgleis nach Eisleben. In dem Nachschuss sieht man links noch die zur Müllkippe umfunktionierte ehemalige Grube Wilhelmine. Heute ist diese Art der wilden Abfallentsorgung nicht mehr vorstellbar. Damals war es normal ...

 
       
 

Es war abzusehen, dass die Verbindung Erfurt-Brest, die für die russischen Streitkräfte eingerichtet war, nicht ewig Bestand haben würde. Bisher kaum beachtet, wurden diese Züge plötzlich interessant. Am 15.09.91 brachte 118 723 den Zug nach Erfurt und passiert hier Röblingen in Höhe des Ausziehgleises vom Güterbahnhof.

 
       
 

132 197 hat am 27.04.91 die Aufgabe, einen Kohlezug aus dem röblinger Revier westwärts zu befördern. Der Zug schwenkt gerade - aus dem Güterbahnhof kommend - in das Streckengleis Röblingen - Eisleben ein. Im Vordergrund das Ausziehgleis der Ablaufanlage - noch voll in Betrieb.

 

 
   

 

 
 

111 025 vom Bw Röblingen ist zum Bauzugeinsatz abgestellt und macht sich am 27.04.91 auf den Weg zur Baustelle nach Blankenheim-Trennungsbahnhof, denn dort waren die Arbeiten zur Elektrifizierung der Strecke Halle-Sangerhausen Ende April 1991 in vollem Gange. Dem Personal wird der Dienst recht stressfrei erschienen sein. Im Ausziehgleis rangiert derweil 112 546.

 
       
 

Wenn der Zug dann die letzten Weichen des Bahnhofs Röblingen verlassen hatte, ging es sofort zur Sache, denn die anschließende Steigung war - und ist - 20 km lang. Aber der kurze Güterzug - das war der Dg 50606 Röblingen - Nordhausen, der Röblingen planmäßig um 16:27 Uhr verließ - hat sicher keine Probleme gemacht. Eine 44.0 hätte den Zug allein bis zu einer Planlast von 1150 t genommen.

 

 
   

 

 
 

143658_erdeborn_010413_c_b1000nb.jpg (165230 Byte)

Die bekannte Stelle mit der Windmühle, kurz vor dem Haltepunkt Erdeborn. Alle waren schon hier, ich noch nicht, jedenfalls bis zu diesem Bild. Die Bahn hat ordentlich freigeräumt, so dass man die Szenerie jetzt recht einfach fotografieren kann. An diesem 01.04.13 war die Sonne noch nicht weit genug im Westen, ging aber schon unter. Im Sommer sollte das gut gehen. 143 658 kommt mit einem RE vorbei.

 
     
 

Hp Erdeborn - Bk Erdeborn

 
     
 

44 0546 donnert am 18.10.81 durch Erdeborn. Den Gerüchten nach sollte das bald zu Ende sein. Das Öl war alle oder zu schade, um es in Lokomotiven zu verbrennen. Wann die Abstellung erfolgt, erfuhr man nicht. Die Einsätze wurden seltener und so nutzte man jede Gelegenheit, eine zu erwischen - bei jedem Wetter. An diesem Tag habe ich nur eine 44er gesehen. Es war dunkel und die Lok raste durch und 1/125 Sekunde reichte nicht ... Es war meine letzte Plan-44er-Aufnahme. Das wusste ich an diesem Tag aber nicht.

 
     
 

44 0378 bringt einen Nahgüterzug aus Röblingen nach Nordhausen. Der erste Anstieg macht sich bereits an der abnehmenden Geschwindigkeit vor der Blockstelle Erdeborn bemerkbar. Es ist ein warmer Herbsttag, der 08.10.80, an dem ich paar hundert Meter oberhalb der Zuckerfabrik das Foto aufgenommen habe.

 
     
 

Im Juli 1978 war die 44 0389 mit einem gemischen Güterzug unterwegs. In der Steigung nach Erdeborn - ab dort ging es richtig zur Sache- entstand die Aufnahme nebst Nachschuss. Es war die Anfangszeit des Fotografierens und ich bin da ziemlich unplanmäßig unterwegs gewesen. Hier sollte die Zuckerfabrik Erdeborn mit aufs Bild, aber in dem Stress des Fotopunktsuchens und mit dem sich schon nähernden Zug wurde das eben nichts Richtiges...

 
     
     
 

Bk Erdeborn - Bhf Helfta 

 
       
 

 

Da der Zug langsam fuhr, konnte man ihn mit dem 3,6-PS-Simson über einen kaum befahrbaren, neben der Bahn liegenden Feldweg einholen und auf der Grenzbrücke in Erdeborn erneut aufnehmen. Solche Aufnahmen von oben hab ich später nicht mehr gemacht, ist doch eher langweilig ...

   
       
 

Eine unbekannte 132 hat einen klassischen vierteiligen Doppelstockzug am Haken. Am 27.04.91 entstand die Aufnahme am Standort der ehemaligen Blockstelle Erdeborn.

 
       
 

44 1101 durchfährt um das Jahr 1955 herum die so genannte Grenzbrücke bei Erdeborn. Bemerkenswert die Gleislage. 44 1101 (Borsig 1942) wurde 1942 im Bw Mochbern stationiert und war auch im Jahre 1981 beim Bw Sangerhausen noch im Dienst.

 

Foto Fritz Menzel (†)  Erdeborn

       
 

38 3515 kommt danach vorbei. Vielleicht kommt sie auch vorher. Das weiß man heute nicht mehr. Interessant ist die Fuhre aber allemal.

 

Foto Fritz Menzel (†)  Erdeborn

       
 

132 401 war Stammlok auf der Strecke. Hier bei Helfta am 27.04.91 mit einem D-Zug.

 
       
 

44 0858 passiert am 28.08.81 die Überholungsgleise in Helfta. Links der Anschluss Halde Helfta, über den in den 70er und 80er Jahren das taube Haldengestein in den Tagebau Etzdorf abgefahren wurde um die Gleise der Gruben-und Werkbahn zu stabilisieren. Alle Anlagen sind weg. Etwa in Höhe der Lok führt nun die Umgehungstraße zur A 38 über die Strecke. In den ausgehenden 50er Jahren ist die Sangerhäuser 44 1393 über das linke Überholungsgleis gefahren und hat am Schutzstumpf nicht die übliche Fahrtrichtung wieder in das Hauptgleis nach Erdeborn genommen, sondern ist

 

nach links abgebogen, wobei allerdings nach reichlich 100 m auf einem Feld der späteren Kooperativen Abteilung Pflanzenproduktion (KAP) Schluss war, weil da ja keine Gleise lagen. Die KAP hat später eine extra Straße für Eisenbahnfotografen gebaut, die KAP-Straße :-), die immer ein willkommener Bypass zur B80 war.

       
 

1916. Ein Personenzug durchfährt den Bahnhof Helfta. Die Zuglok ist eine preußische Personenzuglok P4.1 (2'B n2). Offenbar ist es ein beschleunigter Personenzug oder ein Eilzug, denn der hat in Helfta nicht gehalten.

 
foto archiv bahnmotive.de
       
 

Und gleich noch was Altes. Ein Schnellzug in Eisleben vor dem 1. WK. "Preußen-Klaus" aus dem historischen Forum der "Drehscheibe-Online" konnte was dazu sagen: "... es handelt sich ganz sicher um eine "verstärkte S3" (ab 1911 als S5.2 bezeichnet), was sich ziemlich gut an der höheren Kessellage und der Domanordnung mit weit vorn liegendem
Dampfdom erkennen lässt. Leider ist der Tender nicht gut erkennbar, ich möchte aber dennoch einen vierachsigen Tender
vermuten. (Ein dreiachsiger Tender würde für ein früheres Aufnahmedatum sprechen!) ... Ein Aufnahmezeitpunkt vor dem 1.Weltkrieg scheint mir auch wahrscheinlich aufgrund des guten Pflegezustands der Lok und insbesondere auch der polierten Laternen-Reflektoren (ab 1915 durch weiße Emaille-Reflektoren ersetzt!)." Danke an Klaus.

 
foto archiv bahnmotive.de
       
 

Eine unbekannte 44er in Eisleben in den frühen 1940er Jahren, erkennbar am Reichsadler am Führerstand, der ab 1939 angebracht wurde.

 
       
   
  foto archiv bahnmotive.de  
       
   
     
   
     
         
  text und fotos, falls nicht anders erwähnt   ©hans-peter waack berlin letzte bearbeitung 11 2019   home